Das
Band, oder... die Geschichte des Schlüsselbandes
Eine genaue Zeitgeschichte des Schlüsselbandes wieder zu
geben ist
sehr schwer und mir bei meinen Recherchen leider nicht gelungen. Jedoch
schreibe ich hier nieder, was ich weiß, damit interessierte Besucher
sich ein Bild von diesen kleinen Bändchen machen können. Für einen noch
detaillierteren Überblick empfehle ich mein Schlüsselband Lexikon.
Was
sind eigentlich
Schlüsselbänder?
Ein
Schlüsselband
(Keyholder, Lanyard) ist wohl derzeit die beliebteste Form eines
„Schlüsselanhängers“,
obwohl ein wirklicher Sammler das Wort „Anhänger“ eigentlich nicht so
gerne
hört, da dies ja eine andere Sammlerrubrik ist.
Zuerst waren
Schlüsselbänder praktisch ein Arbeitsmittel, denn sie wurden von
Organisatoren
und Mitarbeitern der Musik und Veranstaltungsbranche genutzt um sich
z.Bsp. den
Backstage-Ausweis um den Hals zu hängen, oder später auf Messen und
anderen
Veranstaltungen als Ausweishalter. Als sie von Trendsettern und
Individualisten
mitte der 90er Jahre als etwas Besonderes entdeckt wurden, hielten sie
auch
verstärkt im Alltag einzug und jeder wollte plötzlich ein Schlüsselband
besitzen.
Besonders bei
Jugendlichen
ist es seither sehr beliebt. Wenn es von ihnen nicht als Halteband für
den
Schlüssel verwendet wird, dann wird es oft einfach als modisches
Accessoire
genutzt, in dem sie das Band einfach lässig aus der Hosentasche hängen
lassen. Das
Schlüsselband entwickelte sich nach und nach zum modischen Give-Away.
Mittlerweile
sind Schlüsselbänder quasi schon ein must-have für viele Personen, wie
auch für
mich.
Manche Menschen
sammeln
Schlüsselbänder von Hotels, andere wiederum von ihrer Lieblingsband,
ihrem
Lieblingssänger, ihrer favorisierten Modemarke und vielem mehr. Durch
diese
Bändchen haben Menschen heute die Möglichkeit der Welt mitzuteilen
welches Auto
sie fahren, welche Sportart sie treiben oder welchen Sportverein sie
lieben.
Mittlerweile
gibt es
Menschen, die diese Bänder innig lieben. Es gibt praktische Modelle mit
Handyhalter oder Flaschenöffner und es gibt kitschige Variationen, an
denen
kleine Bärchen oder sonstige Plüschtierchen baumeln. Für das Kind im
Manne
hängt die Industrie auch schon mal eine kleine Taschenlampe, einen
Kompass oder
einen Laserpointer an das Band.
Es gibt sie also in
verschiedenen Variationen und aus unterschiedlichen Materialien. Es
gibt sie in
sehr schmal, als einfaches Handyband (ohne Karabiner), ebenso in
breiter Form,
es gibt sie bedruckt, bestickt, reflektierend, aus Stoff oder sogar aus
Leder (mehr auf der Seite Schlüsselband Lexikon )
Achtung
wichtig: Gefahr für
Kinder !
Bei
Kindern stehen sie ganz hoch im Kurs:
Schlüsselbänder, die man sich um den Hals
hängen kann. Oft sind das auch
Werbegeschenke. Aber beim Spielen sollten diese
Schlüsselanhänger unbedingt abgelegt werden, denn sie
können zur tödlichen Gefahr werden. Eltern sollten
ihre
Kinder deshalb nicht mit Schlüsselbändern, stabilen
Ketten
oder Kordeln um den Hals spielen lassen, warnen die Experten der
Unfallkassen, Verbände und Versicherungen. Denn damit blieben
immer wieder Kinder an Spielgeräten wie Rutschen oder
Klettergerüsten hängen und könnten sich
dadurch
erwürgen. Selbst Fahrradehelme könnten bei
festgeschnalltem
Kinnriemen auf dem Spielplatz zur tödlichen Gefahr werden.
Auf
jeden Fall sollten Eltern darauf achten, dass das Band des Kindes auf
jeden Fall einen sog. Panikverschluss hat! Dieser befindet sich am
entgegengesetzten Ende des Karabiners, also beim Umhängen quasi hinter
dem Hals. Ist dieser vollkommen funktionstüchtig, so löst sich das Band
sofort, wenn zuviel Zug an das Karabinerende gelangt. Am besten
probiert man es vorher aus, in dem man das Band umhängt, vorne anfasst
und mit einem kurzen Ruck nach unten zieht. In diesem Falle sollte das
Band sich sofort vom Hals lösen und abnehmen lassen (siehe
auch Schlüsselband Lexikon :
Panikverschluss).
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